Sir Alfred Ollivants poetische Beschreibung des Bearded-Collies in seinem Buch
"Old Bob" von 1898 :
" Solltest Du ,oh Wanderer, im wilden Schafland, im Moor oder auf einem Markt, einem untadeligen Ritter begegnen, bekleidet mit einem dunkelgrauen Mantel, hier und da mit Mondschein bespritzt, einem Ritter, durch göttliches Recht zur Gilde der Gentlemens gehörig, geschult wie ein Prinz, geschmeidig wie eine Eberesche, anmutig wie ein Mädchen, mit der stolzen Haltung eines Königs und den Bewegungen und Manieren einer Elfenkönigin, sollte er obendrein eine breite, edle Stirn haben und eine ruhige Kraft, geboren aus echtem, unaufdringlichem Selbstvertrauen zeigen, und - untrüglichstes alle Zeichen - blickt man dabei in zwei schneewolkenfarbene Augen, sehr ruhig, ein wenig nachdenklich, unergründlich, die weichen Tiefen wie in ewiger Trauer verschleiert - in Trauer, heißt es dort oben, um der Seele wegen, die ihnen angeblich mangelt - , so wisse dann, daß Du einem Sproß des erlauchtesten aller Schäferhunde des Nordens gegenüberstehst, dem Bearded Collie..."
BEARDED COLLIE RASSESTANDARD nach FCI-Standard-Nr. 271 vom 01.12.89
Allgemeines Erscheinungsbild:
Schlanker, drahtiger, aktiver Hund, länger als hoch, im Verhältnis von ungefähr 5:4, gemessen vom vordersten Punkt des Brustbeins bis zu den Sitzhöckern. Hündinnen dürfen geringfügig etwas länger sein. Trotz kräftigen Körperbaues sollte der Hund einen guten Bodenabstand zeigen (das bedeutet, er darf kein Bodenlanges Fell haben) und nicht zu schwer wirken. der aufgeweckte, forschende Ausdruck ist ein kennzeichnendes Merkmal dieser Rasse.
Anton
Charakteristik:
Aufmerksam, lebhaft, selbstsicher und aktiv
Wesen:
Zuverlässiger, intelligenter Arbeitshund ohne Anzeichen von Nervosität oder Aggressivität
Kopf und Schädel:
Kopf in richtigem Verhältnis zur Körpergröße. Schädel breit, flach und quadratisch. Der Abstand zwischen Stop und Hinterhauptbein ist gleich der Breite zwischen den Ohröffnungen. Der Fang ist kräftig und entspricht der Länge dem Abtsand zwischen Stop und Hinterhauptbein. Der Gesamteindruck ist der eines Hundes mit kräftigem Fang und einem Schädel der viel Raum für das Gehirn bietet. Mäßiger Stop. Nasenschwamm groß und quadratisch, meist schwarz, bei blauen und braunen Hunden jedoch normalerweise der Fellfarbe des Hundes entsprechend. Nasenschwamm und Lefzen einfarbig ohne Tupfen oder Flecken. Die Pigmentierung der Lefzen und der Lidränder ist der Farbe des Nasenschwammes angepasst.

Foto oben = Drei Generationen robuste & gesunde Beardies mit pflegeleichtem Haarkleid (von links = Anton, Mitte= Joker, rechts = Jack).
Joker ist Jack´s Sohn und Jack ist Anton´s Sohn
Augen:
Im Farbton auf die Farbe des Haarkleides abgestimmt, weit auseinanderliegend und groß, sanft und liebevoll, nicht hervortretend. Augenbrauen nach oben und nach vorne gewölbt, jedoch nicht so lang, daß die Augen verdeckt werden.
Ohren:
Von mittlerer Größe und hängend. Bei Aufmerksamkeit heben sie sich im Ansatz bis zur Höhe des Schädels, aber nicht darüber hinaus und lassen den Schädel breiter erscheinen.
Fang/Gebiß:
Zähne groß und weiß. Kräftiger Kiefer, möglichst mit einem perfekten, regelmäßigen und vollständigen Scherengebiß, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen. Zangengebiß ist erlaubt, aber nicht erwünscht.
Hals:
Mäßig lang, muskulös und leicht gebogen.
Vorderhand:
Schultern gut schräg nach hinten liegend. Läufe gerade und senkrecht, mit kräftigen Knochen, rundherum mit zottigem Fell bedeckt. Vordermittelfuß biegsam, jedoch ohne Schwäche.
Körper:
Die Rückenlänge ergibt sich aus der Länge des Brustkorbs, nicht aus der Länge der Lendenpartie. Rücken gerade, Rippen gut gewölbt, aber nicht tonnenförmig. Lendenpartie kräftig. Brustkorb tief, mit viel Platz für Herz und Lunge.
Hinterhand:
Gut bemuskelt mit kräftigen Unterschenkeln, gut gewinkelten Kniegelenken und tiefstehenden Sprunggelenken. Der Hintermittelfuß steht im rechten Winkel zum Boden und befindet sich im normalen Stand gleich hinter einer von den Sitzbeinhöckern gedachten senkrechten Linie.
Buster
Pfoten:
Oval geformt mit gut gepolsterten Ballen. Zehen gewölbt und gut geschlossen, gut mit Haar bedeckt, auch zwischen den Ballen
Rute:
Tief angesetzt, ohne Knick oder Drehung und so lang, daß der letzte Rutenwirbel mindestens bis zu den Sprunggelenken reicht. Im Stand oder im Gehen niedrig mit einem Aufwärtsschwung an der Spitze, bei schnellerer Gangart auch ausgestreckt getragen. Niemals über dem Rücken getragen. Üppig mit Haar bedeckt.
Gang/Bewegung:
Geschmeidig, gleichmäßig fließend und weit ausgreifend, bei einem Minimum an Anstrengung raumgreifend.
Floyd
Haarkleid:
Doppelt, mit weicher, pelziger und dichter Unterwolle. Deckhaar glatt, hart, kräftig und zottig, weder wollig noch lockig , obgleich eine leichte Wellung erlaubt ist. Länge und Dichte des Haarkleides ausreichend, um Schutz zu bieten und die Form des Hundes zur Geltung zu bringen, jedoch nicht soviel, daß die natürlichen Linien des Körpers verwischt werden. Das Haarkleid darf in keiner weise getrimmt werden. Nasenrücken spärlich mit Haar bedeckt, wobei dieses an den Seiten etwas länger ist, gerade ausreichend um die Lefzen zu bedecken. An den Wangen, den unteren Lefzen und unter dem Kinn nimmt das Fell zur Brust hin an Länge zu und bildet den typischen Bart.
Jack
Farbe:
Schiefergrau, rötlich rehfarben, schwarz, blau, alle Schattierungen von Grau, Braun und Sandfarben, mit oder ohne weiße Abzeichen. Wenn Weiß vorkommt, tritt es am Fang, als Blesse auf dem Schädel, an der Rutenspitze, auf der Brust, an den Läufen und an den Pfoten auf. Weiß sollte oberhalb der Sprunggelenke nicht an den Außenseiten der Hinterläufe auftreten. leichte lohfarbene Abzeichen sind an den Augenbrauen, auf der Innenseite der Ohren, auf den Wangen, unter der Schwanzwurzel und an den Läufen an den Übergangsstellen zwischen Weiß und der Grundfarbe erlaubt.
Größe/Gewicht:
Ideale Schulterhöhe: Rüden 53-56 cm. Hündinnen 51-53 cm. Gesamtqualität und Proportionen sollen vorrangig gewürdigt werden, übertriebene Abweichungen von der Idealgröße sollten jedoch nicht gefördert werden.
Dazu muss man bemerken, dass die früheren Beardies mit ca. 60 cm Schulterhöhe viel größer waren als die heutigen Beardies. Rüden 20-24 inches (51 - 61 cm) & Hündinnen lagen nur geringfügig drunter, laut Standard 1.Beardie-Club Edinburgh 1912. 1964 wurde dann der Standard vom engl. Präsident des Bearded Collie Clubs umgeschrieben, um ihn den immer kleiner werdenden Beardies anzupassen und zwar 21-22 inches (53-56 cm) für Rüden und 20-21 inches (51-53 cm) für Hündinnen. Es ist leider einfacher den Standard umzuschreiben, als standardgerechte Hunde zu züchten.
Fehler:
Jede Abweichung von den genannten Punkten sollte als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung im genauen Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.
Anmerkung:
Rüden sollten zwei normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Skrotum befinden.